LeseLenzpreis der Thumm-Stiftung für Junge Literatur 2025


© LeseLenz
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Sarah Jäger ist LeseLenz-Preisträgerin der Thumm-Stiftung für Junge Literatur 2025. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und gilt dem bisherigen Gesamtwerk der Autorin. Er wurde in einem feierlichen Festakt am Samstag, den 8. November 2025 in der Hausacher Stadthalle verliehen.

 

 

© Anna-Lisa Konrad
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Vita


Sarah Jäger lebt und arbeitet im Ruhrgebiet, zuerst als Call Center Agentin, später dann als freiberufliche Theaterpädagogin. Seit 2016 ist sie Buchhändlerin. Für ihren Roman „Nach vorn, nach Süden“ (Rowohlt Rotfuchs) erhielt sie u.a. den „Luchs des Monats“ der ZEIT sowie das renommierte Kranichsteiner Jugendliteraturstipendium und stand auf der Shortlist des Literaturpreis Ruhr. 2024 war „Nach vorn, nach Süden“ Prüfungslektüre für Haupt- und Realschulprüfungen im Fach Deutsch (Baden-Württemberg). Ihr zweiter Roman „Die Nacht so groß wie wir“ war für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2022 nominiert und wurde bereits an mehreren Theatern aufgeführt. Mit ihrem vierten Roman „Und die Welt, sie fliegt hoch“ ist Sarah Jäger erneut für den Deutschen Jugendliteraturpreis
nominiert.

 

Jury-Begründung

 

Schon mit ihrem Debütroman „Nach vorn, nach Süden“, der im Hinterhof eines Penny-Marktes beginnt, zeigte Sarah Jäger ihr großes Talent für ungewöhnliche Orte und eigenwillige Charaktere, ihren Humor und ihren empathischen Blick auf die Lebens- und Gedankenwelt junger Menschen. Wie ein roter Faden ziehen sich diese Milieu- und Charakterstudien seither durch ihr Werk: In „Die Nacht so groß wie wir“ stellen sich Jugendliche am Abend der Abiturfeier ihren inneren Dämonen; in „Schnabeltier deluxe“ etwa gibt es schon im ersten Kapitel einen regelrechten Urknall in Form einer Kaffeemaschine, die durch das Lehrerzimmer-Fenster fliegt. Ob nahe an der aristotelischen Einheit wie in „Die Nacht, so groß wie wir“ oder in der dialogischen Form eines Chatromans wie „Und die Welt, sie fliegt hoch“ – auch formal betrachtet beschreitet Sarah Jäger die ungewöhnlicheren Wege und überzeugt außerdem mit Intensität, Tiefgang, sprachlicher Lebendigkeit und Figuren, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen.

 

Jury

 

Prof. Dr. Ina Brendel-Kepser (PH Karlsruhe)
Ulrike Wörner (FBK Baden-Württemberg e.V.)
José F.A. Oliver (Kurator und Festivalleitung)
Doris Sistiaga-Thumm (Thumm-Stiftung)

 

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